Big Data für Versicherungen?

20101210_sKONNEKTIVITÄT “Data is a precious thing and will last longer than the Systems themselves.“  – sagte Tim Berners-Lee, Physiker und Informatiker, der Erfinder der HTML (Hypertext Markup Language) und der Begründer des World Wide Web.

Heute ist „Big Data“ eine geschäftliche Notwendigkeit. Neben der Bereitstellung von Lösungen für die langjährigen geschäftlichen Herausforderungen der Versicherungsunternehmen, bieten große Daten-Lösungen die Macht, um Prozesse, Organisationen und ganze Branchen zu verändern.

Warum ist das für die Versicherungsunternehmen wichtig?

Die Versicherungswirtschaft ist datenabhängig und Big Data ist besonders vielversprechend und unverwechselbar für Versicherungen. Ohne physische Produkte herzustellen, werden die Daten eine ihrer wichtigsten Assets. Finanzdaten, Versicherungsmathematik, Ansprüche, Risiko, Verbraucherdaten und viele andere Arten von Daten bilden die Grundlage für praktisch alle Entscheidungen der Versicherer.

Es muss auch klar sein, dass die Versicherungsunternehmen ihre Informationen nutzen müssen, um umfassendes Verständnis der Märkte, Kunden, Produkte, Vertriebskanäle, Vorschriften, Konkurrenten und Mitarbeiter zu gewinnen. Versicherungen werden rasch den Wert der vorhandenen Daten für eine effiziente Entwicklung nutzen. Sie werden die rasch zunehmende Zahl und Vielfalt von neuen und vorhandenen Daten wirkungsvoll einsetzen. Es ist nicht verwunderlich, dass ein großer Prozentsatz der Versicherungs-CIOs Big Data gegenüber anderen IT-Möglichkeiten priorisiert. Während die Versicherer erkennen, dass die Nutzung dieser Daten wertvolle und umsetzbare Erkenntnisse liefern können, kämpfen sie mit der Herstellung der Technologie-Modernisierung, damit Big Data in Echtzeit-Anwendungen eingebettet werden können. Um gegenüber der Konkurrenz zu gewinnen müssen Versicherer in diesem dynamischen Umfeld Big Data nutzen und diesen Wert optimal einsetzen..

Die Versicherungswirtschaft kämpft seit Jahrzehnten, um einen guten Griff auf ihre Daten zu bekommen, sowohl auf der Transaktions-, als auch auf der Risikomanagementseite. Datenvielzahl und Datenvielfalt drängen die traditionellen, relationalen Datenbank-Management-Technologien zurück und zwingen mehr und mehr zur Notwendigkeit an neuen Ansätzen zur Datenverwaltung.

Big Data stellt auch hohe Herausforderungen an die Datenträger: Wie kann man große Datenmengen aggregieren und analysieren, um intelligente Geschäftsentscheidungen zu treffen. Der Business Case ist einfach: Externe Datenquellen liefern sofort Zugang zu hochwertigen, umfassenden Daten, die die versicherungstechnischen Ergebnisse verbessern können und Effizienz für den Verbraucher, Agent und Versicherer schaffen.

Sobald sie die richtigen Daten aggregiert haben, können diese Daten verwendet und prädiktive Modellierungen durchgeführt werden sowie Analysen für neue Betriebsmodelle erstellt werden. Big Data spielt auch eine Rolle im Risikomanagement, ermöglicht die Risikomerkmale und Schadenstatistiken zu analysieren und um zu entscheiden, welche Kriterien für zusätzliche Kontrolldienste erforderlich sind.

Ein weiterer Bereich, in dem Big Data helfen kann, ist die Durchsicht und Analyse von Kommentaren über den gesamten Datenbestand betreffend „social media“. Dabei können alle Anmerkungen, die die Reputation der Branche beschädigen können, ermittelt werden.

Cyber threats – Risiken und Vorteile für die Versicherungskunden

Alle Ebenen der „social media“ kann durch Big Data von den Versicherern analysiert und integriert werden um bessere 360-Grad-Kundenprofile erstellen zu können.

Es kann Vorteile für beide Parteien bringen, zum Beispiel können Personen mit gesundem Lebensstil Prämienrabatte auf Basis der Daten erhalten, ebenso wenn sich Personen sportlich betätigen oder ins Fitnessstudio gehen. Diese Art von Wissen wird den Versicherern ermöglichen, die manchmal unnötigen und zeitraubenden Prozesse für Antragsteller zu beseitigen.

Im Übrigen: würden die Verbraucher wirklich glücklich sein, wenn die Versicherer mittels Web-Analytics-Software überprüfen, was auf den Antragsformularen angegeben wird? Web-Analytics-Software kann verfolgen, wie Kunden durch Websites navigieren (via Google-Suche, Facebook oder Ortungsdienste der Smartphones) und welche Seiten von Kunden besucht werden. Versicherer können diese Daten nutzen, um ihre Websites besser zu gestalten, um sie für ihre Kunden einfacher und schneller bis zum Kauf einer Versicherung zu gestalten. Die verstärkte Nutzung von Big Data haben die Menschen davon überzeugt, dass in ihre Privatsphäre eingedrungen wird. Es ist eine Sache, dass Unternehmen diese Daten speichern und eine andere diese zu verwenden. Versicherungsunternehmen müssen mit den Daten behutsam umgehen und entsprechende Verantwortung zeigen.

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