Kannst Du Innovation? Sprichst Du Megatrend?

Bild1In unserer digitalen Welt ist es eine wichtige Aufgabe für ein Unternehmen die Kundenanforderungen zu verstehen und Kundenbegeisterung zu erreichen

Viele Unternehmen fragen: aber WIE soll man es erreichen?

Darauf lautet die Antwort: einen systematischen Innovationsmanagementprozess aufbauen. Das Modell – „3P Modelling of Innovation“. Was bedeutet „3P“? Product-Process-People, aus meiner Sicht die wichtigsten Elemente eines Unternehmens. Von unseren Produkten/Dienstleistungen müssen die Kunden begeistert sein – Kundenzufriedenheit reicht leider nicht mehr aus – die Kunden müssen unsere Fans werden. Die Prozesse müssen so einfach und transparent gestaltet werden, sodass sie leicht verständlich und selbsterklärend sind.

Eines der wichtigsten Elemente sind die Menschen – „People“. Menschen, wie Mitarbeiter, Kunden, Partner, die mit vollen Emotionen in einem Öko-System miteinander vernetzt sind. Erfolgreiche Unternehmen erkennen in unserer Zeit die Kraft der Konnektivität. Deswegen setzen nicht nur Großunternehmen, sondern auch immer mehr Klein- und Mittelbetriebe auf die (Open) Innovation Methode/ Crowdsourcing. So ergibt sich zwischen Unternehmen und externen Stakeholdern eine spezielle Kundenbindung „building brigdes“ zwischen Unternehmen und Kunden .

Unser Unternehmenswissen ist durch unsere Ressourcen begrenzt, aber wenn wir die „Community“ für unsere Entwicklungsprozesse nutzen, sind unsere Wissensgrenzen wesentlich erweitert. So werden in einer Online Community Themen diskutiert und bei einem Co-Creation Workshop mit Kunden Zukunftsperspektiven und Nutzen generiert. Wenn sich ein Unternehmen auf die Kundenbedürfnisse konzentriert und darauf Produkte und Prozesse bereitstellt, wird bei den Kunden eine entsprechende Loyalität geschaffen.

Der Kunde hat bis jetzt eine passive Rolle gehabt. In Zukunft wird er mehr und mehr in die aktive, die mitgestaltende Rolle hineingleiten. Die erste zu klärende Frage ist, ob die Innovation als eine kurzfristige oder langfristige Strategie eingesetzt werden sollte. Will das Unternehmen intern mit Mitarbeitern oder eher extern mit Kunden und Partnern die Herausforderungen lösen.

So kann man Schritt für Schritt eine zukunftsorientierte Unternehmenskultur aufbauen. Externes Wissen wird positiv aufgenommen, weil es aus der Unternehmenssicht wichtig ist.

Dazu werden fortschrittliche Unternehmen Open Innovation als eine Zukunftsmethode einsetzen, aber nicht als ein separater Prozess, sondern als Teil der gesamten Innovationsstrategie.

Wann kann bei einem Unternehmen Open Innovation umgesetzt werden? Sobald ein Unternehmen außerhalb ihrer eigenen Grenzen nach Problemlösungen bzw. neuen Ideen sucht. Oder in der Vermarktungsphase, um das Produkt bekannter oder beliebter zu machen.

Wie sollte Open Innovation umgesetzt werden? Es sollte ein Top-Down Prozess sein, der vom Top Management ausgeht und in alle Hierarchieebenen kommuniziert wird. Natürlich ist die Bereitschaft, Ressourcen – Zeit, Mitarbeiter, Budget – zu investieren eine Grundvoraussetzung. Es sollte eine Vorbereitungsphase geben, in der eine entsprechende Roadmap aufgestellt wird. Die Umsetzung erfolgt mit einer Softwaretechnologie, mit der man die entsprechenden Fragestellungen an die Community richtet, um die erforderlichen und zukunftsweisenden Antworten zu bekommen.

In der Nachbearbeitung gibt die Community eine entsprechende Bewertung ab oder es werden die gesammelten Ideen in eine entsprechende Priorisierung laut Unternehmensstrategie durch das Projektteam gebracht.

Jedes Unternehmen hat durch den Wissensaustausch in Communitys einen Mehrwert. Ein Beispiel aus der Autoindustrie: Fiat hat vor einigen Jahren einen neuen Ansatz probiert und gefragt, wie sich die Menschen ein neues Automodell vorstellen und welche Features es haben soll. Auf der Basis von zwei Millionen Kommentaren und Ideen ist dann der Fiat 500 entstanden.

Natürlich wollten dann viele Menschen das Auto haben. Sie hatten schließlich an seiner Entstehung selbst mitgewirkt. Dadurch wurde es zu einem großen Erfolg. Wenn ich mitentwickle, entwickelt sich auch eine Loyalität zum Produkt und zum Unternehmen. Und da gibt es noch viele andere Erfolgsstorys aus anderen Industriezweigen.

So werden aus einem Trend Ideen und aus Ideen Innovationen, weil ohne Umsetzung eine gute Idee in der Schublade bleibt und keine Werte produziert.

Eine Zusammenfassung der 5 wichtigsten Kriterien zum Thema Open Innovation.

  1. Top Management, das offen für eine neue Unternehmensstrategie und -kultur ist
  2. Ein gemeinsames Verständnis, Mindset zum Thema Innovation
  3. Bereitstellung entsprechender Ressourcen
  4. Gewährleistung transparenter Prozesse und Kommunikation
  5. Eine gut aufgebaute Community mit Talenten als wichtiger Teil des Erfolges

Aber was ist der Unterschied zwischen Crowdsourcing und Open Innovation?

Open Innovation ist ein Überbegriff, dass ein Unternehmen die Thematik Innovation nicht nur intern vorantreibt, sondern auch außerhalb des Unternehmens Problemlösungen und Zukunftsperspektiven sucht.

Wenn dieser Prozess online unterstützt wird, heißt das, dass wir unsere Online Community – „Crowd“ befragen und motivieren, uns in unserer Problemlösung oder Ideenfindung zu unterstützen.

Was brauchen wir dazu? Auf jeden Fall ein klares Konzept, was unser Ziel ist. Eine gut aufgebaute Software und unsere motivierten, trainierten Mitarbeiter.

Open Innovation ist die Chance die Zukunft gemeinsam vorzubereiten, weil „mehr miteinander, miteinander mehr“ ist.

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